Dieses Mal werden wir lediglich die Anfahrt Richtung Livorno zurücklegen und keine Tour in der Toskana vorsehen. Wir werden dafür Korsika intensiv erkunden. Unbedingt wieder daran denken, die Mitnahme von Klamotten gut zu planen. Wir sind 9 Tage unterwegs. Zudem bitte die Mopeds checken: Bremsen und Reifen sollten die guten 4.000km überstehen. Außerdem wäre es prima ein 2tes Reifenfüllset einzupacken. Bade- und Tauchutensilien nicht vergessen, denn ich gehe davon aus, dass wir zu der Zeit auch die unterschiedlichen Strände erobern.





Tag 1 (ca. 850 km)
Die Abfahrt ist um 08:00h ab unserem üblichen Treffpunkt dem Parkplatz gleich hinter Hausen an der A93. Es geht auf direktem Weg über die BABs Richtung Livorno. Es ist, wie schon in der Saison 2019, unser Fährhafen. Nur dieses Mal beziehen wir nördlich von Livorno Quartier und genießen den Strand und ggfls. einen Ausflug nach Lucca. Außerdem sind wir ganz in der Nähe von der Villa Puccini die am Lago di Massacuiccoli liegt und könnten einen kleinen Entdeckungsrundgang unternehmen
Am Abend setzen wir uns lässig in das Lokal unseres Quartiers und lassen den Tag genüsslich ausklingen. Die Fähre geht am nächsten Morgen um 8h ab Livorno. Das bedeutet kurz nach 6:00h Abfahrt.
Tag 2 (ca. 100 km)
So gegen 05:15h stehen wir auf und rüsten uns für die Abfahrt zum Hafen nach Livorno. Mit Moby Lines geht’s dann nach Bastia. Ankunft in Bastia Porto wird so gegen 12:00h sein. Ab Bastia nehmen wir die Küstenstraße entlang der Etang de Buguglia. Über die N198 nehmen wir Kurs direkt zu unserem Quartier und der Nachmittag gehört uns, dem Strand, dem Meer und den Pooldrinks. Für den Abend holen wir uns die Infos vor Ort die wir brauchen.
Tag 3 (ca. 260km) und Tag 4 (ca. 330km)
Nach einem gemütlichen Frühstück packen wir zusammen und machen uns gegen 09:00h auf unsere erste Tourenrunde durch die Castagniccia mit dem Mt. San Petrone. Auf der D71 geht es sehr schwungvoll bis Ponte Leccia durch das Reich der Kastanienbäume. Einen Abstecher nach Orezza legen wir ein um uns an dem Quellwasser zu erfrischen. Auf der D39 lassen wir uns bis Corte treiben. Weiter auf der N193 geht es bis Pont du Vecchio. Durch den Foret Dom. de Rospa-Sorba über den Col de Sorba (1.311m) geht’s wieder runter zur Ostküste. Entlang der Küste nehmen wir Kurs auf Porto-Vecchio und unserem Quartier für die nächsten beiden Tage. Den Nachmittag lassen wir am Meer ausklingen und checken die Lage für den Abend.
Nach einem Sprung ins Meer und einem guten Frühstück machen wir es uns auf unseren Bikes bequem und legen gegen 09:00h los. Die Badehosen und Badetücher packen wir auf alle Fälle ein. Zunächst geht es wieder nordwärts entlang der Küste bis zur Abzweigung auf die D268 die uns durch den Foret Domaniale de Bavella und damit über den Col de Bavella (1.218m) führt. Der wiederum gilt als der schönste Pass Korsikas. Über die D368 geht es vorbei am Adventure Park l’Ospedale nach Porto Vecchio.
Danach schwingen wir uns über die D59 und der D69 nach Levie. Hier gönnen wir uns eine kleine Pause und inspizieren das älteste menschliche Skelett das jemals auf Korsika gefunden wurde (Funde aus dem Präneolithikum, 5700/5600 v.Chr. und dem Neolithikum, 9500 v.Chr.). Über den Col de la Tana (975m), dem Col de St. Eustache (995m) über die N196 und dem Col de Celaccia (585m) geht es weiter nach Propriano. Weiter über die N196 steuern wir Sartene an, die korsischste aller korsischen Städte. Genau hier endete die Vendetta erst 1834 durch einen Kirchenvertrag. Wir legen eine kurze Pause ein und lassen die Eindrücke auf uns wirken. Es geht danach zur Küste und dem Strand von Cala di Roccapina. Hier nutzen wir bei schönem Wetter die Sonne, den Strand und das Meer. Für die letzten wenigen Kilometer zurück zum Quartier nehmen wir einen kleinen Abstecher in ein Seitental entlang des Cioccia in Kauf um das Naturwunder des l’Uomo di Cagna zu bestaunen. Anschließend lassen wir den Asphalt der D859 unsere Räder spüren. Den Abend lassen wir dann wie gewohnt ausklingen und über die vielen gewonnen Eindrücke haben wir bestimmt einiges zu erzählen
Tag 5 (ca. 270km)
Wir gönnen uns noch schnell einen Sprung ins Meer, frühstücken und packen zusammen. Alles so, dass wir spätestens 09:00h wieder los kommen. Nachdem alles wieder gut verstaut ist legen wir los und es geht Richtung Westküste. Zunächst fahren wir die Motoren über die N198 südwärts warm. An der Abzweigung zur D59 schwingen wir uns schon mal ein wenig warm. Danach legen wir einen Teil der Strecke vom Vortag zurück nur eben in die andere Richtung. Hinter Propriano aber folgen wir der Küstenstrecke der D157 und der D155. An der Baie de Cupabia legen wir einen Badestopp ein und genießen Sonne und Meer
Weiter über die D55 geht es weiter an der Küste entlang. Vor Ajaccio lassen wir unsere Mopeds mal wieder Schräglage spüren. Über den Bocca di Bella Valle, dem Bocca d’Aja di Bastiano, dem Col St. George und dem Pt. d’Alzicciu auf gut 1.000m. Am Lac de Tolla vorbei steuern wir Ajaccio an, aber umfahren es um wieder über die D81 schnell zur Küste zu kommen. Vorbei an der Grotte de Molendinu haben wir unser Tagesziel in Cargese erreicht. Cargese wurde von griechischen Familien besiedelt und sticht hervor mit seinen herrlich schönen Badebuchten. Ein paar Meter weg vom Strand beziehen wir unser Quartier und können den Abend auch direkt am Plage de Peru im U Lustincone verbringen.
Tag 6 (ca. 200km)
Wir geben uns wieder einen Satz ins Meer vorm Frühstück und satteln dann so auf, dass wir wieder gegen spätestens 09:00h auf die Strecke kommen. Diesmal aber machen wir gleich einen Abstecher zum Plage d’Arone und können uns überlegen hier ein wenig zu verweilen, oder weiter zu fahren. Die Strecke führt uns zu einer herrlichen Küstenstrecke der Les Calanche und ein wenig weiter stehen wir in Porto und bestaunen diese tief märchenhafte Landschaft. Die Bucht von Porto ist von der UNESCO zum Welterbe der Menschheit erklärt worden.
Auf der D81 schwingen wir uns an der Westküste entlang und erreichen den Golfe de Girolata und dem Reserve Naturelle de Scandola. Die D81b führt uns vorbei an unzähligen Buchten bis rauf nach Calvi. Wir machen zuvor aber einen kleinen Abstecher zur Grotte des Veaux Marins. Über die D151 geht es mal schwungvoll in die Hügel bis Feliceto wo wir einkehren in der Osteria U Mulinu. Danach geht es ein paar Kilometer runter zur Nordküste zu unserem Quartier in Algajola. Hier werden wir es uns gemütlich machen und den Nachmittag und Abend direkt am Meer umfangreich genießen.
Tag 7 (ca. 320km)
Und wieder haben wir die Möglichkeit mal schnell ins Meer zu springen um dann genüsslich das Frühstück zu genießen. Der heutige Tag wird länger als sonst und auch sehr fahrintensiv. Vorbei an L’ile Rousse schwingen wir uns auf der sehr kurvenreichen N197 bis kurz vor Ponte Leccia. Da nehmen wir die D47 und fahren rein und wieder raus aus der Gorges de l’Asco mit dem Monte Cinto (2.706m). Gleich darauf folgen wir der N193 südwärts und zweigen ab bei Francardo und folgen der D84 hinein zur Scala Sta Regina bis zum Lac de Calacuccia. Den umfahren wir einmal und zurück geht’s bis Ponte Castirla. Hier nehmen wir die D18 und folgen der N197 Richtung Norden. Kurz vor der Küste drehen wir ostwärts auf der D81 über den Bocca di Vezzu und es geht kurvenreich weiter bis zum Finger Korsikas. Kurz vor dem Winzerdorf Patrimonio, der Heimat sehr geschätzter korsischer Weine (berühmt ist der Muskateller), nehmen wir die Abzweigung der D80 und folgen ihr der Westküste entlang nach Norden. Atemberaubend ist die Strecke und bei Port de Centuri, einem der schönsten Fischereihäfen Korsikas, legen wir eine kleine Pause ein. Es geht danach rüber zur Ostküste und bei Macinaggio haben wir noch ein paar Kilometer bis zu unserem Quartier in Marine de Pietracorbara mit seinem Strand. Den Abend lassen wir genüsslich ausklingen im Hotel eigenen Restaurant mit einem anschließenden Strandspaziergang.
Tag 8 (ca. km)
Der Morgen beginnt sehr früh für uns. Wir müssen spätestens um 06:15h los Richtung Bastia Porto. Die Fähre nach Livorno verlässt den Hafen um 08:00h. Gegen Mittag in Livorno angekommen nehmen wir wieder Fahrt auf. Da wir bei der Hinfahrt keine Zeit hatten eine kleine Tour zu fahren setzen wir einfach jetzt auf. Bei Viareggio setzen wir auf die gedachte Tour auf, aber zweigen bei Prunetta ab nach Pistoia. Wie bereits in 2019 übernachten wir im Dimora Storica Palazzo Puccini mitten in Pistoia. Und auch dieses Mal gehört der Abend uns und dem herrlichen Ambiente dieser Stadt.
Tag 9 (ca. 820km)
Wir genießen den Morgen bei einem umfangreichen Frühstück in einem gemütlichen Ambiente und packen danach alles zusammen. Nach dem Checkout satteln wir unsere Mopeds und starten durch Richtung Oberpfalz. Es ist eine wilde und zugleich atemberaubende Tour mit vielen Highlights und ganz sicher bleibt sie unvergessen.
Euer Tourenguide
Lammi
